Unter dem Titel »Was wir uns künftig nicht mehr leisten können« greift Kristina Schröder, ehemalige Bundes- familienministerin und stellvertretende Vorsitzende des ThinkTanks REPUBLIK21, in der WELT die »Solidar- gemeinschaft« an. Sie hinterfragt, ob umfangreiche Sozialleistungen wie Schulbegleitungen oder 24-Stunden- Assistenzen noch angebracht und finanziell zu recht- fertigen seien. Diese ermöglichen Menschen, die auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind, ein selbst- bestimmtes Leben zu führen.
In MaroHeft #24 begeben sich Jan Kuhlbrodt und Katrin Bittl, die beide im Rollstuhl sitzen, auf Konfrontationskurs mit der kapitalistischen Leistungsgesellschaft. Der Autor beschreibt seine Erfahrungen mit Inklusion sowie der sogenannten Barriere- freiheit und analysiert die Zusammenhänge zwischen Öko- nomie und Teilhabe. Und er weist nach, was hierzulande nicht nur für behinderte Menschen gilt: Du darfst nicht mehr kosten, als du einbringst. Ein Gemeinwesen also, in das man lieber nicht inkludiert werden will. »Exkludiert Euch!« fordert auch die Münchener Künstlerin Katrin Bittl mit ihren provokanten Bildern, in denen sie nicht nur ihre Lebensrealität einfängt sowie Fragen nach Abhängigkeit und Intimität stellt, sondern auch den Müßiggang feiert.